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Sprachtherapie mit Kindern Maria Pecho

Sprachtherapie mit Kindern

Ist die Sprache oder das Sprechen von Kindern auffällig, ist es wichtig diese nicht isoliert, sondern in die anderen Bereiche der Entwicklung eingebettet zu betrachten. Hierzu gehören Motorik, Wahrnehmung und Kognition. Sprache besteht aus Symbolen, die für die Welt um uns herum stehen, diese repräsentieren und über welche wir uns austauschen und Beziehungen aufbauen.
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In der Therapie ist es von großer Bedeutung, dass Sprache nicht „geübt“ wird, sondern in einem Umfeld entwickelt wird, das für das Kind von Bedeutung ist und seinen Interessen entspricht. Als Therapeuten begeben wir uns auf die Stufe des Kindes, um ihm dort zu begegnen und wichtige Schritte gemeinsam zu gehen. Grundlegende Bausteine der Sprachentwicklung sind die Ich-Identität, das kindliche Spiel („so tun als ob“) und die gemeinsame, gleichberechtigte Interaktion im Spiel(Triangulieren). Im Erreichen gemeinsam gestalteter Ziele erlebt das Kind seine Selbstwirksamkeit, welche ihm außerhalb der Therapie automatisch zur Verfügung steht. Therapie ist somit ein Raum, der dem Kind viel Freude und somit mannigfaltige Lernmöglichkeiten in allen sprachlichen Bereichen bietet. Hat das Kind wesentliche Ziele in der Therapie erreicht, kann es sich in den normalen Spracherwerb begeben und ohne uns seine angelegten Fähigkeiten eigenständig weiterentwickeln.

Schluckprobleme beim Säugling

Ein Säugling muss erst an das Saugen und Schlucken herangeführt werden. In enger Zusammenarbeit mit Kinderärzten oder Kliniken wird durch die Sprachtherapie die normale Nahrungsaufnahme ermöglicht. Eine gesunde Entwicklung der Sensomotorik im Mund ist u.a. ein wichtiger Baustein für die Sprachentwicklung. Die Mutter-Kind-Interaktion, die durch Schluckprobleme im Säuglingsalter sehr beeinträchtigt sein kann, erhält in der Sprachtherapie einen geschützten Rahmen.

Spracherwerb

Ein genaueres Hinsehen auf die möglichen Ursachen ist hier von großer Bedeutung, da ansonsten die Gefahr großer Kommunikations- und Identitätsproblemen besteht. Die Diagnose und Therapie sind hier eng verknüpft mit der Beurteilung und Förderung der altersgemäßen Spielentwicklung und der Ich-Identität.

Fehlerhafte Artikulation

Ist die Aussprache so beeinträchtigt, dass die Unverständlichkeit eine gesunde soziale Entwicklung beeinträchtigt, sollte dringend eine genaue Diagnostik angestrebt werden. Liegt es an der Mundmotorik, dem Gehör oder an der Planung von Sprechbewegungen?

Abweichende Entwicklung der Grammatik

Das Kind erwirbt die altersgemäßen grammatischen Strukturen nicht, obwohl andere Bereiche wie Aussprache und Sprachverständnis normal entwickelt sind.

Wortschatz und Erzählfähigkeit

Aus verschiedensten Gründen erweitert sich der Wortschatz des Kindes nicht. Es ist nicht in der Lage, sich so wie es wollte mit anderen zu verständigen. Ohne Therapie kann dies zu sozialem Rückzug oder Verhaltensauffälligkeiten kommen. Die eingeschränkte Erzählfähigkeit wirkt sich gravierend auf die späteren Schulleistungen aus.

Dysfunktion der Mundmotorik- und Sensorik

Viele Artikulationsprobleme sind auf Probleme in der Mundmotorik zurückzuführen. Hier zeigen die Kinder eine Assymmetrie in der orofacialen Bewegung beim Sprechen und Schlucken, was zu Kiefer- und Zahnfehlstellungen führt.

Beeinträchtigung des Gehörs und der auditiven Wahrnehmung und Verarbeitung

Hörgeschädigte und gehörlose Kinder werden ab dem Zeitpunkt der Diagnose von uns betreut.
Unauffälliger gestaltet sich eine Beeinträchtigung der auditiven Wahrnehmung, die früh behandelt werden muss, um nicht zu psychosozialen oder späteren schulischen Problemen führt.

Sprachverständnisstörung

Diese lässt sich früh bei bereits zweijährigen Kindern feststellen. Wird sie früh behandelt, kann für alle Bereiche der sprachlichen, sozialen und schulischen Entwicklung eine gesunde Grundlage gelegt werden.

Kindliche Stimmstörung

Die Stimme ist ein wichtiger Träger in der Kommunikation. Spricht ein Kind zu leise oder zu laut, ist seine Teilhabe im Kindergarten oder in der Schule beeinträchtigt. In der Therapie werden sozial-emotionale Fähigkeiten gestärkt, damit es sich im Gruppenverband wohl fühlt. Druck in der Stimmgebung oder im sozialen Miteinander wird abgebaut. So können sich andere Bereiche der Sprache wie Wortschatz oder Grammatik in einer natürlich erlebten Kommunikation weiter entwickeln.

Redeflussstörung Stottern und Poltern

Diese Redeflussstörungen stellen für das betroffene Kind oder Jugendlichen eine große Belastung im unbeschwerten Umgang mit Gleichaltrigen dar. Ihnen ist es verwehrt, ihre Wünsche und Ansichten adäquat auszudrücken. Oft kommt es zu Vermeidungsverhalten und sozialem Rückzug. In der Therapie werden auf das Kind abgestimmte Methoden angewandt, um Blockaden im Sprechen zu lösen und einen Rückzug aus der Kommunikation zu vermeiden. Besonders hier wird das soziale Umfeld (Familie, Kindergarten, Schule) in die Therapie miteinbezogen.

Sprache und Sprechen bei Kindern mit körperlicher oder geistiger Behinderung

Hier ist es wichtig, die Sprache verbal oder nonverbal so aufzubauen, dass eine Teilhabe in der Gesellschaft mit einer möglichst guten Lebensqualität auch der ganzen Familie erreicht werden kann.

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